Mit 49 Jahren angekommen?!
Ich fühlte mich schon immer auf der Suche nach etwas.
Lange wusste ich nicht, wonach.
Also begann ich zu tun, zu lernen, zu leisten.
Ich studierte Archäologie, machte eine kaufmännische Ausbildung, arbeitete als Controllerin.
Ich stand auf Laufstegen, kellnerte in Cafés, studierte Grafikdesign, tanzte Latein-Turniere und wurde Landesmeisterin.
Ich ging mit meiner Familie für ein Jahr auf Weltreise.
Nach außen wirkte mein Leben vielseitig, mutig, erfüllt.
Und doch suchte ich unbewusst nach Anerkennung, nach Bestätigung, nach einem Gefühl von Ankommen.
Nach Glück im Außen.
Bis meine Seele begann zu weinen.
Nicht laut.
Aber so, dass ich nicht mehr weghören konnte.
Über diesen Schmerz fand ich den Weg zu Yoga und Bewusstseinsarbeit.
Die zweijährige Yogaausbildung war anfangs nur für mich selbst gedacht.
Unterrichten konnte – und wollte – ich mir damals nicht vorstellen.
Doch die kontinuierliche Praxis veränderte etwas in mir.
Still. Tief. Nachhaltig.
Ich begann zu verstehen, dass alles mit unseren Gedanken beginnt.
Dass wir unser Leben nicht einfach „erleben“,
sondern es – meist unbewusst – selbst erschaffen.
Mir wurde klar, dass ich Verantwortung übernehmen durfte.
Für mein Denken.
Für mein Fühlen.
Für mein Leben.
Ich löste mich Schritt für Schritt aus der Opferrolle
und spürte zum ersten Mal, wie es sich anfühlt, von innen nach außen zu leben.
Ich hörte auf, Bestätigung im Außen zu suchen.
Und begann, meiner Intuition zu vertrauen.
Mit dieser Rückverbindung kamen Leichtigkeit, innerer Frieden und Klarheit.
Nicht als Dauerzustand –
sondern als tragende innere Basis.
Und ich erkannte, wonach ich all die Jahre gesucht hatte:
Mich selbst.
Aus diesem inneren Wandel entstand der Wunsch, dieses Wissen weiterzugeben.
Nicht als Methode.
Sondern als Erfahrung.
Heute unterrichte ich Yoga im ganzheitlichen Sinne – speziell für Frauen.
Ich arbeite nicht leistungsorientiert
und nicht an der nächsten besseren Version von uns.
Sondern an der Rückverbindung.
An der inneren Weisheit.
An der eigenen Energie.
Ich begleite Frauen dabei,
sich selbst wieder zu spüren,
alte Muster zu erkennen
und ihr Leben bewusster, freier und selbstbestimmter zu gestalten.
Ich möchte Frauen zeigen,
dass sie nicht auf Anerkennung oder Bestätigung im Außen angewiesen sind,
um sich ganz und erfüllt zu fühlen.
Dass Wachstum nicht bedeutet, mehr zu werden –
sondern sich selbst näher zu kommen.
Mit meiner Geschichte und meiner Arbeit möchte ich Frauen Mut machen.
Mut, sich selbst zu vertrauen.
Mut, dem eigenen inneren Ruf zu folgen.
Und Mut, sich einzugestehen:
Es ist nie zu spät, das Leben zu leben, das sich wirklich stimmig anfühlt.